Teil des Römischen Imperiums
Mit dem Auftritt der Römer auf der iberischen Bühne etwa 800 Jahre später drang der Weinbau entlang der Flussläufe auch in das Landesinnere der Halbinsel vor. Unter den neuen Besatzern nahm die Weinproduktion in Iberien schon bald industrielle Ausmasse an. Noch heute sind bei Rom Schutthügel aus Amphorenresten zu bewundern, die zum grossen Teil iberischer Herkunft sind.
Stets darauf bedacht, ihre westliche Provinz, die sie Lusitania nannten, zu erweitern, stiessen die Legionen des Römischen Reichs schliesslich bis ins heutige Minho-Gebiet vor und gründeten etwas weiter nördlich Callaecia, das heutige spanische Galicien. Mit dem Niedergang des Römischen Reichs besetzten germanische Stämme den Nordwesten, zunächst Sueben, dann Westgoten, nur um Anfang des 8. Jahrhunderts von den maurischen Truppen, die 711 bei Gibraltar übersetzten, hinweggefegt zu werden.