Die Anfänge in Madeira
Auch der Weinbau des aufstrebenden Königreichs brach zu neuen Ufern auf: Madeira zeigte die ersten Sprenkel kleinerer Pflanzungen inmitten seiner üppigen Natur. Mit den gespriteten, das heisst mit Branntwein verstärkten Weinen, die später Weltruf erlangen sollten, hatten die ersten Erzeugnisse der Insel indes noch nichts zu tun. Raue, tieffarbige Rote aus der Sorte Negra Mole waren zunächst an der Tagesordnung. Erst nach dem Ende des spanischen Erbfolgekriegs (1701-1713) sollten sich gespritete Weine aus Madeira durchsetzen. Nach der Überlieferung hatten Händler den Weinen Branntwein beigemischt, um sie während der Zeit des Konflikts lagerfähiger zu machen.