Der Weg in die Moderne
Wie viele andere Weinländer mit sehr langer Tradition musste sich auch Portugal mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen und nach und nach neue Herausforderungen bewältigen. Wurden vor rund 20 Jahren noch gut 85 Liter Wein pro Kopf und Jahr in Portugal getrunken, sank diese Zahl mittlerweile auf rund 43 Liter. Also wurde vor allem seit dem EU-Beitritt des Landes im Jahr 1986 verstärkt auf den Export gesetzt und dazu, mit Unterstützung aus Mitteln des EU-Fördertopfs, erheblich in Weinberge und Kellertechnik investiert. Viele Rebflächen wurden mit den besten der heimischen Sorten bepflanzt und mit bewährten, aber für Portugal neuen Erziehungssystemen ausgestattet. Zudem modernisierten viele private Erzeuger ebenso wie Genossenschaften ihre Kellereianlagen. In der Summe brachten diese Bemühungen schon bald grossen Erfolg, wie die Verdreifachung der Exporte in den letzten zehn Jahren deutlich beweist. Portugal entwickelte im Weinbereich eine Dynamik, wie sie sonst nicht häufig anzutreffen ist.