Eine selbstbewusste Generation
Besonders beeindruckend ist die Entwicklung der letzten Jahre. Durch den Generationswechsel kamen junge Weinmacher mit einer exzellenten, oft auch internationalen Ausbildung in den familiengeführten Betrieben ans Ruder oder übernahmen in etlichen Genossenschaften aufgrund ihrer Qualifikation und neuer Ideen schnell eine Führungsrolle. Darüber hinaus entscheiden sich immer mehr Frauen für diesen Beruf, und zwar nicht nur Winzertöchter: Unter den Absolventen des Studiengangs Önologie an der Universidade de Trás-os-Montes e Alto Douro (UTAD) in Vila Real etwa liegt der Frauenanteil bei über 60%, was manche bereits als " Rosenrevolution" bezeichnen. Unbestreitbar bringen diese jungen Weinmacherinnen eine neue Dynamik, vielleicht sogar eine andere Stilistik in die Betriebe und sorgen somit für eine noch grössere Bandbreiter der Weine. Es zeugt von berechtigtem Selbstbewusstsein, dass auch die neue Generation auf die alten einheimischen Trauben setzt, zugleich aber mit den internationalen Sorten gut umzugehen weiss und nicht selten landestypische Cuvées mit internationalem Rebsorten-Touch produziert. Dadurch entstehen zum Teil wieder andere, neue Stile, die bereits nach kurzer Zeit auf der internationalen Bühne grosse Erfolge feiern.